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Wohntraum ahoi – Leben auf einem Tiny Hausboot

Das Leben im Tiny Home ist so abwechslungsreich, wie die Vielfalt an Orten, an denen es gebaut werden kann. Ob hoch oben in alpinen Wäldern – wo kein konventioneller Wohnbau denkbar wäre – oder zu Wasser auf einem Hausboot: Die Möglichkeiten für Tiny Homes enden erst an den Grenzen der eigenen Vorstellungsgabe.

Tiny-Home-Experte Sascha Haas

Um uns genauer darüber zu informieren, wie das Leben in einem Tiny House aussieht, war es naheliegend, uns an einen Experten zu wenden, der die Bewohner- und auch die Planer-Perspektive einnehmen kann: Ing. Mag. Sascha Haas von mikrohaus.com.

Das in Wien ansässige Unternehmen hat in den letzten 10 Jahren rund 250 Mikrohäuser ausgeliefert und verfügt seit 2016 über das Europapatent zum Bau von Mikrohäusern.

Das moderne Phänomen vom belastenden Überfluss

„Das Leben im Tiny House erfordert natürlich auch Verzicht – worauf man im speziellen verzichtet, muss jeder für sich selbst entscheiden.“

So bringt Sascha Haas den Grundgedanken für das große Leben auf kleinem Raum auf den Punkt. Nicht nur materielle Dinge sind damit gemeint – auch diversen „Ballast“ in Bezug auf Komfort, den man eigentlich gar nicht braucht, kann man abwerfen – und somit auf belastenden Überfluss verzichten. Zwei Bäder und eine Gästetoilette? Schön und gut, aber wer benötigt diese wirklich, gesetzt den Fall man wohnt nicht als drei Generationen überspannende Großfamilie in einem Haus. Ein eigenes Fitnessstudio im Keller? Der Wald ist mein Trainingsraum. Eine Küche, mit der man locker ein Großkantine betreiben könnte? Vielleicht einmal im Jahr ganz nett, wenn die gesamte Sippschaft über die Weihnachtsfeiertage bei einem einfällt – und selbst dann: Schmeckt eine simple und wenig aufwändige Rindsuppe im Kreis der Lieben nicht genauso gut, wie ein 7-Gänge-Menü zu dessen Herstellung man spezielle Geräte braucht?

Geht es nach Sascha Haas, dann bietet das Leben auf kleinem Raum sehr viel mehr als nur ein Leben mit ausgesuchtem Besitz, in dem jeder Gegenstand eine Funktion hat. Eine Reduktion auf das Wesentliche, die schon im Slogan von mikrohaus.com zum Ausdruck kommt: „the smart side of minimal“.

Auf die Frage, wo er als Experte die Gründe des Tiny-House-Booms sieht, antwortet Haas: „Es gibt immer mehr Singles, die gleichzeitig eine gewisse Flexibilität beim Wohnen erwarten. Dazu kommt, dass Tiny Homes im Wesentlichen wenig preisliche Überraschungen mit sich bringen, da der Produktionsprozess für Minihäuser standardisiert ist.“

In welchem preislichen Rahmen bewegt man sich bei den Tiny Homes nach Mikrohaus-Bauart?

Inklusive Fundamentierung, Baueinreichung und Transport liegt der Preis bei 2.000,- Euro pro verbautem Quadratmeter. Ein Tiny Home hat also einen durchaus stolzen Anschaffungspreis. Dafür kann man sich als Besitzer sicher sein, ein Unikat für sein Geld zu erstehen.

… auf meinem Hausboot bin ich Kapitän

In einem jener Unikate hat Sascha Haas selbst auch schon gewohnt: In seinem eigenen Mikrohaus als Hausbootvariante. In Wien im Kuchelauer Yachthafen ist derzeit das Probewohnen auf dem Mikrohausboot möglich. Nicht nur Sascha Haas selbst, sondern auch die anderen „Probebewohner“ sind vom Leben auf dem Wasser begeistert.

„Durch die bodenlangen Glaselemente holt man sich das ganze Licht von draußen in den Innenraum. Ich habe auf dem Hausboot alle Jahreszeiten mitbekommen – im Winter konnte ich mit Infrarot-Paneelen und offenem Feuer heizen. Der Winter im Hausboot war fantastisch, weil man praktisch ungestörten Blick auf das Wasser hatte.“ Auch auf Bergen, direkt im Wald, in dem kein regulärer Hausbau denkbar gewesen wäre, hat Sascha Haas schon Mikrohäuser errichtet.

Green Living

Im Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit, durch die unter anderem das Aufstellen von Mikrohäusern auf Gewässern oder in Wäldern erst ermöglicht wird, lässt sich mit smarten Ideen und platzsparender Durchführung Großes erzielen. So wird beispielsweise auf dem Mikrohausboot eine vertikale Begrünung zur Biokläranlage für das Abwasser, das im Hausboot entsteht. Obwohl beispielsweise in Wien für Tiny Houses eine Wasser- und Kanalanschlusspflicht besteht, wird durch Zusatzeinrichtungen, wie die vertikalen Biokläranlagen, ein Stück Autarkie zur Realität.

Mehr Informationen unter:

www.mikrohaus.com

www.gruenwand.com

Fotocredit alle Bilder: © Sascha Haas/mikrohaus.com

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Link zu Teil 1 unserer Tiny-Homes-Serie

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