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So funktioniert ein Passivhaus

Das Thema Umweltbewusstsein ist bei der breiten Bevölkerung längst angekommen und so möchten immer mehr Menschen nachhaltig, energieeffizient und gesund wohnen. Dem ein oder anderen ist hier sicherlich bereits der Gedanke eines Passivhauses in den Sinn gekommen Doch was ist ein Passivhaus? Wie funktioniert es? Und welche Rolle spielen dabei die Fenster? Wir haben uns das Konzept dahinter etwas näher angesehen.

Eine Weiterentwicklung des Energiesparhauses

Schon einmal vorab: Nach dem Passivhaus Institut Darmstadt ist die Bezeichnung Passivhaus kein Markenname, sondern vielmehr ein zertifizierter Gebäudestandard. Es ist auch mehr als ein Niedrigenergiehaus. Genaugenommen ist es eine Weiterentwicklung eines Niedrigenergiehauses. Der Unterschied liegt im Heizwärmebedarf (Bedarf an thermischer Energie, um ein Gebäude auf eine bestimmte Temperatur zu heizen), wodurch sich auch der Passivhausstandard definiert. So wird der jährliche Heizwärmebedarf auf bis zu 15 kWh/m2 reduziert. Im Vergleich dazu liegt ein Niedrigenergiehaus in etwa bei 50 kWh/m2. Der niedrige Heizwärmebedarf eines Passivhauses ist bedingt durch eine sehr gute Wärmedämmung in Verbindung mit einer effizienten Lüftungsanlage sowie der Nutzung von natürlichen Energiequellen wie der Sonneneinstrahlung oder internen Wärmequellen. Wie diese Punkte als Gesamtkonzept funktionieren, später noch mehr.

Passivhaus mit viel Holz und Internorm Fenster

Die Kernidee eines Passivhauses

Nach dem Passivhaus Institut Darmstadt ist die Kernidee eines Passivhauses folgende: Ein Gebäude, in welchem die Wärmeverluste durch spezielle Konstruktionen sowie Wärmedämmung der Gebäudehülle so stark verringert werden, dass eine separate Gebäudeheizung nicht erforderlich ist. Daraus resultiert der größte Unterschied zu herkömmlichen Gebäuden, bei welchen die meiste Energie über die Gebäudehülle wie Dach, Fenster, Wände oder Böden verloren gehen und dadurch eine separate Heizung erforderlich wird.

So funktioniert ein Passivhaus

Ein Passivhaus ist hervorragend gedämmt, besonders luftdicht gebaut und nutzt Umgebungswärme auf passive Art und Weise. Somit werden die Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und Geräten als Energiequellen genutzt. Es funktioniert grundlegend über eine ausgeklügelte Lüftungstechnik. Dabei saugt eine Lüftungsanlage frische Luft von außen auf, lässt sie durch einen Wärmetauscher fließen und bringt frische Luft ins Hausinnere. Der Nachteil daran ist jedoch, dass im ganzen Haus ein konstantes Klima herrscht und dieses somit nicht individuell regulierbar ist. Als zusätzliche Energiequellen werden thermische Solaranlagen sowie Wärmepumpen mit größtenteils regenerativen Energiequellen verwendet.

Hochalpine Schutzhütte als Passivhaus auf 2.154 Meter Seehöhe
Generalplaner ARGE: pos architekten ZT-KG

Die Rolle der Fenster

Fenster tragen im Passivhaus-Konzept eine wesentliche Rolle, versorgen sie doch die Räumlichkeiten mit natürlicher Sonnenenergie und verringern den Wärmeverlust. Die Fenster sind mit einer Dreifachverglasung sowie einem Rahmen mit speziellem Dämmkern ausgestattet und somit hervorragend wärmeisoliert. Für perfekte Energieeffizienz werden die Fenster in einem Passivhaus auch – wenn möglich – nach Süden hin ausgerichtet.

Lohnt sich ein Passivhaus finanziell?

Auch wenn das Passivhaus sicherlich nachhaltige sowie langfristige energiesparende Wohnqualität bietet, sollte ein prüfender Blick auf die einhergehenden laufenden Kosten geworfen werden. Der Neubau kostet um ca. fünf bis 15 Prozent mehr als ein herkömmliches, neu errichtetes Haus. Auch die Sanierung eines Altbestands zu einem Passivhaus beträgt zwischen zwölf und 18 Prozent mehr, im Vergleich zu einer klassischen Sanierung. Langfristig können zwar bis zu 75 Prozent der Heizkosten eingespart werden, trotzdem werden durch die Lüftung und nötige elektrische Energie sowie die aufwändige Technik laufende Betriebskosten verursacht. So bringt die spezielle Technik neben hohen Anschaffungskosten auch hohe Wartungsaufwendungen. Hinzu kommen auch Kosten, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Denn neben den Baukosten müssen die Aufwendungen für einen zertifizierten Passivhaus-Planer oder Berater sowie Gebäude-Zertifizierer dazugerechnet werden. Einer Untersuchung der Stiftung Warentest 2011 zufolge ist bei Passivhäusern nach ca. 20 Jahren mit einer Amortisierung zu rechnen. Eine vermeintlich lange Zeit, die sich bei einer entsprechenden Nutzungsdauer aber auszahlen kann und zugleich die Umwelt schont.

Modernes Passivhaus mit großflächigen Verglasungen

Grundsätzlich müsst ihr für euch persönlich die Vor- und Nachteile eines Passivhauses abwiegen. Sollte euer Interesse doch nun geweckt sein, könnt ihr euch jederzeit bei unseren Internorm Vertriebspartnern über die speziellen Passivhaus-Fenster informieren.

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