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Glück kennt kein Größenmaß

Wie viel Raum braucht man zum Glücklichsein?

Eine höchst persönliche Frage, die sich jeder selbst beantworten muss. Gesetzt den Fall, man hat das Privileg, sich aussuchen zu können, ob man lieber klein und fein oder auf großem Fuß wohnt, sagen Herr und Frau Österreicher instinktiv vermutlich: großes Haus, großer Garten. Am besten noch mit Vollunterkellerung und ausgebautem Dachboden.

So weit, so groß, so gut.

Less is more

Ein Trend der letzten Jahre zeigt jedoch eine Umkehr: Mit der Minimalismusbewegung – also der Denkschule, dass wenig Besitz einen freieren Kopf, klareren Fokus auf das Wesentliche und generell ein entspannteres Lebensgefühl schaffen kann – kam der Reiz des großen Glücks auf kleinem Raum in Mode.

Architekten, Raumplaner und Kreative begannen darüber nachzudenken, wie man – auch als Erwachsener der Mini-Studentenbude eigentlich längst entwachsen – auf wenig Raum optisch ansprechend und hochfunktional leben kann.

Ein bisschen Realismus…

Eines jedoch vorweg: Die hohe Instagrammability und das spezielle, besonders behagliche Wohngefühl haben – trotz des geringen Raumangebots – ihren Preis. Tiny homes, ob mobil auf Rädern oder standortgebunden, sind in den meisten Fällen Spezialanfertigungen, da jeder Quadratzentimeter optimal genutzt werden muss. Legt man zudem Wert auf hochwertige Innenausstattung mit voll funktionsfähiger Küche inkl. Geschirrspüler und Mini-Luxusbad, ist von günstiger Anschaffung nur noch selten die Rede.

„Günstige“ Tiny homes findet man in einer Preisklasse von ca. 50.000 Euro in der Grundausstattung. Nach oben hin gibt es praktisch keine Grenzen. Auch zu bedenken ist, dass man für Stellplatzgebühren respektive Grundstück extra in die Tasche greifen und sich auch um Grundsätzliches, wie Anschluss an das Strom- und Wassernetz, gesondert kümmern muss.

Träumen erlaubt

Trotz aller vermeintlichen Problemquellen ist es ein Leichtes, beim Gedanken an das eigene, hoch-individualisierte Mini-Haus ins Schwelgen zu kommen. Ob Hobbit-Höhle, kleines Schwedenhaus oder futuristisch-moderner Flachdachbau mit kleiner Dachterrasse: Die gestalterischen Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt.

Dazu kommt, dass mit dem Leben im Tiny Home eine gewisse Autarkie entsteht, wenn bei der Ausstattung beispielsweise auf Solarzellen oder Wasserwiederaufbereitungsanlagen Wert gelegt wurde.

Diese Art von autarkem Lebens- und Wohnstil ist besonders interessant für junge Leute mitten in der Ausbildung, die sich noch nicht räumlich binden möchten oder können. So gibt es in München und Salzburg beispielsweise die microcompact homes: Kleine Wohnwürfel, auf denen auf 6,7m2 mit viel Chrom und modernster Ausstattung das Eigenheim wie aus einem Sci-Fi-Film Realität wird.

Die microcompact homes waren ursprünglich zur temporären Nutzung geplant, aber aufgrund der großen Nachfrage bestehen die Mini-Häuser nach wie vor und werden im Jahres-Turnus von immer neuen Studenten bewohnt. Gerade für teure Pflaster, wie Salzburg oder München eine ideale Lösung, gesetzt den Fall, man hat mit der Optik der Cubes und dem geringen Wohnraum kein Problem.

Ob man in ein fertiges Tiny Home einzieht, oder es von der Pike auf selbst plant und baut: Mit Einfallsreichtum, ein bisschen Mut und Kreativität kehrt das große Glück in den kleinen Raum ein. Ein Trend, der das Potenzial hat, zu bleiben.

Im nächsten Teil unserer Tiny-Homes-Serie zeigen wir dir im Detail, wie das Leben in einem Tiny Home aussehen kann.

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