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Günther Nussbaum, bekannt aus der ATV-Serie „Pfusch am Bau“ und Sachverständiger rund um das Thema Bauen und Sanieren, gibt Tipps, worauf Häuslbauer und Sanierer beim Thema Fenster- und Türenauswahl und -einbau achten sollten, damit es eben keinen „Pfusch am Bau“ gibt.

Auf was sollten Häuslbauer oder Sanierer beim Fenster- oder Türenkauf achten?

Ich werde permanent von Leuten gefragt, auf was sie beim Fenster- oder Türenkauf achten sollten. Es gilt: Kunststofffenster ist hier nicht gleich Kunststofffenster. Besonders wichtig ist es auf entsprechende Qualität zu achten. Hochwertige Produkte sind zwar oft teurer, gerade hier lohnt sich aber eine entsprechende Investition. Am Ende bekommt man oft doch mehr für sein Geld. Der Wiederverkaufswert eines Hauses steigt und auch eine Fenstersanierung steht nicht gleich wieder ins Haus.

Gerade bei heute sehr modernen groß dimensionierten Fenstern, muss man auch auf die Statik achten. Hier eignet sich vor allem Holz, da dieser Baustoff noch stabiler ist als Kunststoff. Bei Hebe-Schiebetüren sollte auf Holz- Aluminiumschiebetüren gesetzt werden. Generell empfehle ich, wenn es das Budget zulässt, Holz-Aluminium-Fenster zu verwenden. In Sachen Statik, Wärmedämmung sowie Wohngefühl bieten diese die größten Vorteile.

PfuschWenn es aber ein Kunststofffenster sein soll, dann jedenfalls ein qualitativ hochwertiges, wie beispielsweise jene von Internorm. Der verwendete Kunststoff spielt eine große Rolle. Andernfalls muss man, bereits nach kurzer Zeit, also nach nur 5-10 Jahren, mit einer derart massiven Abnützung rechnen, die einen Tausch der Fenster fordert.

Mit welchen Problemen, also „Pfusch am Bau“, werden Sie in Punkto Fenster und Türen konfrontiert?

In der Regel ist es so, dass wir ständig Probleme mit nicht hochwertigen bzw. klassischen Billig-Fenstern haben. Erst letzte Woche hatte ich einen Fall, bei dem mir berichtet wurde, dass die Fenster nicht ordentlich schließen bzw. sich permanent nach dem Nachstellen der Montagefirma wieder verziehen. Vor allem wenn man schwere große Fensterflügel hat, die mit unzureichenden Beschlägen versehen sind und somit das Gewicht nicht ordentlich tragen, kommt es zu solchen Mängeln. In diesem Fall waren die Beschläge offensichtlich unterdimensioniert.

Ausreichende Beschläge bzw. Tragekraft dieser, sind daher ein Muss für ein gutes, hochwertiges Fenster. Bei Markenherstellern muss man sich hierüber keine Gedanken machen.

Was macht Ihrer Meinung nach ein gutes Fenster bzw. eine gute Türe noch aus, Qualität vorausgesetzt?

Gute Fenster sollen auch die Möglichkeit bieten, mit Zubehörteilen nachrüstbar zu sein. Das hängt natürlich stark vom Fenstermonteur ab. Moderne Fenster und Türen sollen nicht ständig nachzustellen sein. Vor allem beim Billigfenstern ist das sehr oft schon nach sehr kurzer Zeit der Fall.Günther NussbaumHauseingangstüren sollten mindestens eine Widerstandsklasse von drei aufweisen und auch der Thermik sollte große Beachtung geschenkt werden. Die Optik würde ich zugunsten dieser hintenanstellen. Viele kleine Glasflächen in der Tür beispielsweise, führen zu einer Verschlechterung der Thermik.

Auch die Statik ist relevant – da eine Haustür auch sehr schwer sein kann. Es gibt große Unterschiede bei den Montagefirmen. Eine gute Firma wird besonders auf die Anbindung an die Gebäudeabdichtung achten. Es werden leider viele Eingangstüren ohne Schwelle eingebaut. Unten hat man zwar den Metallrahmen aber der Gebäudeabdichter hat keine Chance, eine ordentliche Abdichtung anzubringen. Es ist daher ratsam die Türe auf einen ordentlichen Stock zu setzten, damit Gebäudeabdichter eine entsprechende Dichtung anbringen können. Häuslbauer wissen oft nicht, dass die Einbaufirma für die Bauanschlussfugenverklebung (außen winddicht und regensicher, innen luftdicht), nicht aber für die Gebäudeabdichtung verantwortlich ist.

Wie erkennt man ein schlecht eingebautes Fenster oder eine schlecht eingebaute Tür?

Günther NussbaumHauptsächlich erkennt man dies, durch Risse im Putz. Das bedeutet der Putzanschluss zum Fenster oder zur Türe reißt auf. Ein Grund kann ein schlechter Einbau bzw. die schlechte Klotzung sein. Viele Monteure sind keine Profis. Gerade hier sollte auf gut geschulte und professionelle Montagemitarbeiter gesetzt werden, worauf Internorm besonders Wert legt. Ein Fenster- oder Türenhersteller muss seine Montagefirmen entsprechend schulen und kontrollieren. Ist das nicht der Fall machen wir immer wieder leider sehr schlechte Erfahrungen. So habe ich auch schon erlebt, dass Gurtzüge für den Sonnenschutz so montiert worden sind, dass es im Anschluss nicht mehr möglich war, das Fenster zu öffnen.

Beim Kaufvertrag mit dem Baumeister sollte man vereinbaren, dass am Ende der Gewährleistung die Fenster einmal kostenlos nachgestellt werden. So ein Neubau konsolidiert sich, der Boden setzt sich und so weiter. Nach etwa drei Jahren ist diese Konsolidierung abgeschlossen und man kann davon ausgehen, dass sich hier keine großen Veränderungen mehr ergeben.

Lesen sie noch weitere Tipps von Pfusch am Bau Star Günther Nussbaum, in unserem nächsten Blogbeitrag.

 

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